Zugfahren in Japan

Konnichiwa liebe Fernwehhaber!

In diesem Beitrag gebe ich euch noch ein paar zusätzliche Tipps für das Zugfahren in Japan.

Zugfahren in Japan – Allgemeines

Japan ist ein Industriestaat, Sauberkeit und Pünktlichkeit gerade im öffentlichen Verkehr wird groß geschrieben. Die Züge sind mit den neuen Wagons der DB vergleichbar. Auch die Lautstärke wird in den Zügen gedämmt, lautes Telefonieren, Handyklingeln oder Musik wird vermieden. Die meisten Japaner schlafen im Zug und haben das Talenten genau an ihrer Station aufzuwachen und auszusteigen.
Das Einsteigen ist auch geordneter als in Deutschland. Die Züge halten punktgenau an den markierten Einstiegsbereichen. Japaner stellen sich in einer Reihe neben diese Bereiche, lassen die Gäste aussteigen und steigen dann nacheinander ein. Ein Drängeln und Schupsen gibt es nicht, denn Japaner stehen nicht so auf Körperkontakt 😉 Somit ist das Zugfahren in Japan ruhig und gesittet. Zudem habt ihr die Chance im Zug weiter eure Reise zu planen. Das untere Bild beschreibt die normale Situation in japanischen Zügen, einziger Unterschied bilden die Züge während der Rush Hour. Diese sind dann so voll, dass nicht einmal mehr eine Stecknadel zu Boden fallen könnte. Als Tourist können die Rush Hour Züge flexibel umgangen werden, wie ihr das machen könnt, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Typische Situation von schlafenden Personen beim Zugfahren in Japan
Typische Situation in japanischen Zügen 🙂

Name der Station

Wichtig ist, dass ihr euch die Station merkt, bei der ihr aussteigen wollt – nicht nur den Namen sondern auch die Schriftzeichen. Malt sie euch auf und vergleicht sie mit anderen Stationen. In den Ballungsgebieten sind die Anzeigen und Ansagen der Züge in Englisch und Japanisch, kommt ihr weiter ins Land, wird zunehmend auf das Englisch verzichtet. Meist steht der Stationsname in Kanji (japanische Schriftzeichen) und in Romaji (lateinischen Buchstaben) da. Die Ansagen werden so betont, dass ihr auch ohne ein Wort davon zu verstehen, den Stationsnamen heraushören könnt. Falls ihr euch dennoch nicht sicher seid, fragt einen Mitfahrer, zeigt ihm den Stationsnamen auf Papier oder zählt die Haltestellen. Das macht das Zufahren in Japan sehr unproblematisch und so kommt ihr an euer Ziel.

Schnell – schneller – Shinkansen

Mit einem Shinkansen zu fahren empfehle ich jedem Japanreisenden, denn es wirklich ein Erlebnis! Mit über 300 km/h konstant durch das Land zu fahren ist ein tolles Gefühl und gleichzeitig eine sehr bequeme Art zu reisen. Die Linie von Kyoto nach Tokyo wird als eine der schönsten Zugstrecken gezählt, da die Strecke neben den Fuji-san verläuft und man bei guter Sicht einen wunderbaren Blick auf den höchsten Berg Japans werfen kann. Diese Strecke wird übrigens Tokaido-Shinkansen genannt, nach der ehemaligen Verbindungsstraße Tokaido von Kyoto nach Edo, dem damaligen Tokyo, in der Edo-Zeit. Der Shinkansen macht das Zugfahren in Japan zu einem Erlebnis.

Der Shinkansen macht Zugfahren in Japan zum Erlebnis
Einfahrt eines Shinkansen im Bahnhof Hiroshima

Shinkansen bedeutet übrigens nicht Schnellzug, sondern wortwörtlich übersetzt „Neue Stammstrecke“.

Zugabfahrt und Ankunft

Nützlicher Link: Wer sich nicht durch die ganzen Websiten der JR Group und der privaten Zuganbieter klicken möchte, um zu wissen wann und wo ein Zug abfährt und wie viel es kostet, der kann einfach auf Hyperdia (Englisch) nachschauen. Hier hast du alle Verbindungen auf einen Blick und kannst auch die Reisezeit einsehen. Empfehlenswert bei jeder Reiseplanung 🙂

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