Busfahren in Japan

Konnichiwa liebe Japanfreunde!

Im heutigen Beitrag wird es um das Busfahren in Japan gehen. Ich habe in den vorherigen Beiträgen schon über die gut ausgebaute Infrastruktur von Japan berichtet und über die zahlreichen Verkehrsmittel wie Zug, Auto oder Flugzeug gesprochen.

Busfahren in Japan

Wer sich keinen Japan Rail Pass zulegen und trotzdem günstig und unkompliziert reisen möchte, der kann die Fernbuslinien nutzen. Busfahren in Japan, vor allem die Fernbusse sind in Japan ein gängiges Reiseverkehrsmittel. Die Tickets gibt es an großen Busbahnhöfen, die sich meist im Zentrum der Städte befinden. Automaten sind nicht verfügbar, denn die Tickets müssen am Personenschalter bestellt und bezahlt werden. Für die unter euch, die dem Japanisch nicht mächtig sind, könnte es zu Verständigungsschwierigkeiten kommen. Achtet bitte darauf, dass ihr euch euer Ziel und die Zeit notiert, zu der ihr fahren wollt. In den Busbahnhöfen gibt es Anzeigen in Japanisch und Englisch, wodurch ihr euch gut orientieren könnt. An kleineren Busbahnhöfen ist das aber nicht der Fall. Lasst euch genau erklären wo der Bus losfährt und schreibt euch die Kanji (japanische Schriftzeichen) der Zielstation auf.

Busfahren in Japan - Tipps von TRAVELhunka
Ein kleiner Sightseeing Bus im Hakone Nationalpark

Highway- und Expressbus

Durch große Anbieter wird das Busfahren in Japan vereinfacht und die Buslinien verbinden zahlreiche Großstädte miteinander. Sehr bekannte Highway- und Expressbusse sind die der Zuggesellschaft JR und der NBA. Insgesamt gibt es acht JR Bus Company’s, bei denen ihr euch direkt informieren, online Tickets buchen und ausdrucken könnt. Leider bieten sie die Websiten nur in Japanisch an. Das ist auch eines der Hauptprobleme für ausländische Touristen. Ihr könnt unter folgender Website, der NBA – Nihon Bus Association – die Busbahnhofadressen herausfinden. Wer mit der Japanischen Sprache umgehen kann, der kann auf der Kakuyasubus-Website freie Sitzplätze einsehen, Tickets buchen und online ausdrucken. Eine weitere japanische Website ist Highwaybus, wo ihr Infos und Zeitpläne für das Busfahren in Japan auf Japanisch erhaltet.

Langstrecken mit Bus – Pro und Kontra

Das Busfahren in Japan auf langen Strecken ist vergleichsweise günstiger als eine Fahrt mit dem Shinkansen, dauern aber auch dementsprechend länger. Gerade für lange Strecken, z.B. von Tokyo nach Kyoto oder Hiroshima nach Nagasaki empfehle ich euch einen Nachtbus zu nehmen. So habt ihr den ganzen Tag vor der Fahrt noch Zeit euch etwas anzuschauen, könnt dann gemütlich in den Bus steigen, und den nächsten Tag früh in einer neuen Stadt eure Reise fortsetzen. Die Sitze in den Nachtbussen lassen sich weit nach hinten stellen, haben eine bequeme Fußablage und sind brit. Sie ersetzen kein Bett, aber für eine Nacht kann man diese Schlafmögichkeit in Betracht ziehen.
Nach meinen Erfahrungen sind die Busse, wie auch die Züge pünktlich und zuverlässig, außer man gerät in einen Stau. Wie fast alle öffentlichen Orte in Japan sind auch die Busse voll klimatisiert, haben Toilette, eine Bar mit Essen, Snacks und Trinken sowie einen großen Stauraum für das Gepäck.

Zu beachten ist aber für jeden Reisenden: es empfiehlt sich die Buchung schon einige Zeit vor Reiseantritt vorzunehmen, da ein Bus begrenzte Sitzplätze besitzt. Das wiederum ist für Reisende ohne Japanischkenntnisse sehr schwierig und damit ein Negativpunkt. Auch die Ticketbuchung am Schalter ist ohne Japanisch je nach Personal problematisch.
Ein weiterer Kontrapunkt ist die Zeit, für Reisende sehr wichtig und da ist der Zug nicht zu toppen.

Busfahren in Japan - Städtebusse sind gute Möglichkeiten
Innenraum eines Japanischen Linienbusses

Stadt- und Regionalbus – Was muss beachtet werden?

Stadt- und Regionalbusse funktionieren wie in Deutschland, entweder ihr kauft euch das Ticket am Automaten (bei Städtebussen wäre natürlich eine Tageskarte oder andere Angebote vom Vorteil) oder direkt beim Fahrer, dann aber erst beim Aussteigen, wenn es nicht anders angegeben ist. Wichtig! Bei diesen Bussen müsst ihr darauf achten, nur mit kleinen Scheinen zu bezahlen, große Banknoten wie 10.000 Yen werden nicht angenommen oder gewechselt. Versucht immer passend zu geben, denn die Fahrer haben meist nicht so viel Wechselgeld parat. Natürlich weiß man nicht immer vorab, wie viel die Fahrt kostet, aber dafür ist es immer gut kleine Scheine und Kleingeld mit sich zu führen.
Das Busfahren in Japan, in der Stadt und Regional ist eine gute Möglichkeit der Transportform für Touristen und leicht anzuwenden. Manche Städte, wie z.B. Kyoto besitzen ein gutes Bussystem.

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